Tune up: Motor-„Pferdezucht“

aktualisiert: 2018-11-18 a

Die Barchetta wird zwar von vielen als einfacher Roadster gesehen.  Mittlerweile werden es aber immer mehr in unserem Kundenstamm, die gerne etwas mehr Leistung möchten (d.h, viele lassen sich von uns anstecken …).

Da die Tuningmöglichkeiten aber auch vom Budget abhängig sind, haben wir verschiedene Tuningstufen ausgearbeitet, die dann jeweils beliebig auf eine der Folgestufen erweiterbar sind – d.h. also, man investiert keinen Schritt umsonst.

Hauptaugenmerk bei allen unseren angebotenen Tuningstufen ist die Beibehaltung des tollen Motorcharakters  der Barchetta – nur eben mit einer angehobenen Leistungs- und Drehmomentkurve.


Aktuell in der Entwicklung

Airbox  für Seriendrosselklappe

Anschluss der Drosselklappe bleibt wie in Serie; Luftführung geändert ähnlich wie bei der Einzeldrosselklappe.

Erste Eindrücke: Agilere Gasannahme, mehr Drehfreudigkeit. Erste Messungen ergaben trotz kleinerer Probleme mit dem ersten Prototypen eine Mehrspitzenleistung von 15 PS.

Als erstes möchten wir die Version für die Fahrzeuge mit Alu-Ansaugrohr anbieten, die VIS-Version wird folgen.

Fortsetzung folgt …


Komponenten-Appetizer … :

Schmiedekolben (Serie: Gusskolben) mit höherer Verdichtung und größerer Bohrung, um den gewünschten  Hubraum zu erreichen:
Serie: 1747 ccm – Aufbohrversionen: 1811 und 1993 ccm

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Schmiedepleuel: um Abrisse zu vermeiden …

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(Abb.: Vergleich Sport- zu Serienpleuel)

Kurbelwelle mit mehr Hub für 1993 ccm

                

Sportnockenwellen mit passenden Ventilfedern

Zylinderkopfbearbeitung sowohl ein- und auslassseitig:  Dabei werden nicht nur Übergänge und Oberflächen geglättet, sondern die Kanalform wird strömungs- und füllungsmäßig optimiert. Außerdem werden die Ventilsitze und die Brennraumform geändert.

Mittlerweile werden die Köpfe nicht mehr von Hand bearbeitet (dafür ist die Anzahl zu groß), sondern auf einer Fünfachsen-Fräsmaschine CNC-bearbeitet. So werden alle Köpfe und Kanäle gleich und haben somit das bewährte Kanal-Design.

Was bleibt, ist natürlich immer noch die finale Handarbeit beim Finish, Sitze und Brennraumform bekommen so ihren Schliff.

DSM-3505  DSM-3466

DSM-3432

Kanäle fertig bearbeitet  (übrigens bearbeiten wir Zylinderköpfe aller Marken):

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Für Selbstschrauber gibt es natürlich auch die Möglichkeit, den selbst demontierten Kopf bei uns anzuliefern, um ihn überarbeiten zu lassen.


Unsere Tuningstufen:

STEP DSM-1:

Einbau Sportnockenwellen mit anderen Steuerzeiten und mehr Ventilhub.

Zusätzlich Verwendung der passenden Ventilfedern, um ein Auf-Block-Gehen der Federwicklungen zu verhindern. Weitere benötigte Teile sind ggf. ein kompletter Zahnriemensatz bzw. ein einzelner neuer Zahnriemen, falls das Kit zuvor bereits vor nicht allzu langer Laufleistung bzw. Laufzeit getauscht worden war.

Durch diese Maßnahme legt der Motor spürbar ab 3500 U/min zu, die Steigerung der  Drehfreudigkeit ist auffallend.


STEP DSM-2:

Wie DSM-1, jedoch zusätzlich Erhöhen der Verdichtung durch Abnahme an der Zylinderkopffläche.

Motor kann trotzdem mit normalem Bleifrei-Super gefahren werden, da die Verdichtung zwar höher ist, jedoch nicht extrem gesteigert wird.

Hierzu kommt natürlich mehr Arbeitsaufwand, da ja der Kopf de- und remontiert / zerlegt / zusammengebaut werden muss.

In diesem Zusammenhang werden auch die Ventile neu eingeschliffen, um die Dichtigkeit der Sitze zu gewährleisten. Dies wird bei uns in penibler Handarbeit gemacht.

Mehr Materialaufwand durch Zylinderkopfdichtsatz und neue Zylinderkopfschrauben.

Der Effekt ist noch kräftiger als bei DSM-1 und setzt bereits bei niedrigeren Drehzahlen ein. In hohen Drehzahlregionen noch mehr Drehfreudigkeit. Auffallend ist ein härterer Sound des Triebwerks (bei Fahrzeugen mit Sportauspuff fällt dies noch mehr auf).


STEP DSM-3:

Wie DSM-2, zusätzlich findet eine Kanalbearbeitung (ein- und auslassseitig) statt.

Hier erfahren die Kanäle nicht nur ein Glätten der Oberfläche, sondern eine entscheidende Änderung der Form und des Querschnittes an den wichtigen Stellen. Da diese Arbeit sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, ergeben sich leider auch zusätzliche Kosten.

Der Effekt ist vergleichbar mit DSM-2, jedoch erreichen die Drehmoment- und die Leistungskurve insgesamt stärker einen plateaumäßigen Verlauf, d.h. die Tuning-Maßnahmen wirken sich stark auf den gesamten Drehzahlbereich aus.


STEP DSM-4:

1811 ccm Hubraum

Die erste Tuningstufe mit mehr Hubraum: Im ersten Augenblick hört sich die Hubraum-Steigerung nach wenig an, sie wirkt sich aber sehr stark aus.

Zusätzlich zu den vorher genannten Stufen wird das Triebwerk von 82 mm Serienbohrung auf 83,5 mm aufgebohrt. So ergibt sich statt der serienmäßigen 1747 ccm ein Hubraum von 1811 ccm.

Dies wird in Kombination mit DSM-3 gemacht, kann aber z.B. aus Kostengründen auch ohne veränderte Nockenwellen und ohne Kanalbearbeitung realisiert werden. Allerdings raten wir auch in diesem Fall dazu, die alternativen Ventilfedern (s. Stufe 1) einzubauen, damit ein etwa später erfolgender Nockenwellentausch preisgünstiger wird, da sich dann der Arbeitsaufwand verringert.

Um die Standfestigkeit trotz der Mehrleistung zu gewähren, werden bei dieser Stufe auch hochfeste Schmiedepleuel verbaut, wodurch einem Pleuelabriss vorgebeugt wird.

Die Kurbelwelle erfährt selbstverständlich eine Wuchtung. Das Verdichtungsverhältnis ist noch eine Stufe höher als bei den vorab genannten Tuningstufen.

Der „1811-er“ (wie er bei uns intern genannt wird) begeistert durch sein enorm gutes Laufverhalten und die spritzige Leistungsabgabe, die für tolles Spurtvermögen sorgt …


STEP DSM-5:

„DER 2 LITER“ (1993 ccm)

Durch die zusätzliche Verwendung einer anderen Kurbelwelle mit mehr Hub wird der Hubraum gegenüber dem 1811-er auf satte 1993 ccm weiter erhöht. Das bedeutet noch mehr Drehmoment und Leistung. Diese Stufe baut natürlich auf den vorher beschriebenen Maßnahmen auf.

Wie auch bei DSM-4 hätte man, um Kosten zu sparen, die Möglichkeit, die Kanalbearbeitung zu unterlassen und die Seriennocken beizubehalten. (Bis jetzt hatten wir aber noch keinen Kunden, der dies gemacht hätte …)

Dieser Motor macht aus der Barchetta einen „erwachsenen“ Roadster, der dem Fahrer oder der Fahrerin eine gewisse Lässigkeit beim Fahren vermittelt, weil viel Kraft und Leistung vorhanden sind. Dies macht sich z. B. schon beim Schalten bemerkbar: Wo man vorher zwei Gänge heruntergeschaltet hat, reicht es nun meistens, nur einmal herunterzuschalten, oder man schaltet gar nicht … Wenn es denn dann mal sein muss, begeistert das Triebwerk mit seinem „Feuer unterm Dach“ …


Gerne erhalten Sie auf Anfrage Ihr individuelles Angebot für die Tuningstufe, die Sie interessiert.

Weitere individuelle Konfigurationen und Stufen sind möglich!


Option bei Kupplungstausch oder komplett ausgebautem Motor

Erleichterte Schwungmasse im Tausch, feingewuchtet: Für agileres Hochdrehen.

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„Maschinenraum“


Das Abstimm-Tool – nicht nur für getunte Fahrzeuge interessant!

Der „Powercommander“ (Modell V, „PCV“)

… ist ein elektronisches Steuermodul, das „inline“ zum Seriensteuergerät (ECU) der Barchetta geschaltet wird.

Mittels Änderung der Einspritzzeiten erreicht man eine Gemischanpassung speziell für das individuelle Fahrzeug.

Das serienmäßige Kennfeld der Einspritzung wird in allen Bereichen auf den für die Leistungsentfaltung idealen Lambdawert optimiert.

Daraus resultieren:

  • knackiges Ansprechverhalten,
  • direkte Gasannahme bei jeder Drehzahl,
  • Leistungsoptimierung über den ganzen Drehzahlbereich,
  • Verbrauchsoptimierung durch Verbesserung des Wirkungsgrades.

Ein spezifischer Kabelbaum und kompatible Stecker ermöglichen eine Montage in wenigen Minuten ohne große Änderungen am Fahrzeug.

Bei der Barchetta wird der Powercommander von uns in Verbindung mit dem „Powercommander-Autotune-Modul“ verwendet.

Das Autotune-Modul ermöglicht das Abstimmen des PCV während der Fahrt durch das Ermitteln der aktuellen Lambdawerte. Die Abgaswerte werden mittels einer hochwertigen Breitband-Lambdasonde erfasst, die anstelle der Seriensonde montiert wird.  Diese Werte werden dann automatisch in eine neue Powercommander-Map umgerechnet und live beim Fahren eingesetzt.

Es können Zielwerte vorgegeben werden, um eine punktgenaue Optimierung der bestehenden Map zu erhalten. Das Autotune-Modul errechnet in Echtzeit eine entsprechende Anpassung der Map – unter Berücksichtigung der aktuellen Fahrzustände. Bei der Auslieferung / Montage ist bereits eine Konfiguration durch uns aufgespielt. Diejenigen, die aber nach ihrem eigenen Gutdünken vorgehen möchten, können diese Konfiguration auch wieder abändern.

Die Benutzung und das Arbeiten mit der Software ist sehr benutzerfreundlich, beim Einbau durch uns erfolgt selbstverständlich eine Ein- und Unterweisung durch uns.

Target Tabelle eines Autotunes

Abb.: Ausschnitt einer Zielwertmap (Beispiel) des PCV bei aktiviertem Autotune. Der PCV erstellt nach diesen Werten ein neues Kennfeld – nach den Vorgaben, die bereits im PCV gespeichert oder aber frei wählbar sind.

Abb.: Breitbandsonde

Verschiedene Abstimm-Möglichkeiten sind möglich:

Basic
alle vier Zylinder laufen mit der gleichen Map / 1 Sonde für alle Zylinder,
diese sitzt an der Stelle der Seriensonde
– 1 Powercommander / 1 Autotune / 1 Sonde –

Duo
Zylinder 1 und 4 sowie  Zylinder 2 und 3 haben je eine Sonde gemeinsam,
diese sitzen dann im Krümmer bei der Zusammenführung  der Einzelrohre
– 1 Powercommander / 1 Autotune / 2 Sonden –

Selektiv
jeder Zylinder hat seine Sonde und erhält seine optimale Abstimmung,
(es liegen also 4 Maps vor)
– 2 Powercommander / 2 Autotune / 4 Sonden –


PROJEKT „Quaddddro farfalle“:

Einzeldrosselklappe mit speziell gebauter Airbox in Verbindung mit freiprogrammierbarem Steuergerät

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Das Leistungsdiagramm des 2-Liter-Motors hier zum Download:
Leistungsdiagramm 2-Liter-Motor (PDF-Datei, 334 KB)

Die nächste Stufe ist in Vorbereitung – vielleicht fällt dann die 200-PS-Marke …


Änderung Ansaugsystem vor der Drosselklappe

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Agiler wird der Motor durch den Einbau der bmc-Airbox in Verbindung mit einem Ansaugschlauch, der normalerweise im Rennsport zur Luftzufuhr für die Bremsenkühlung verwendet wird. Ansaugpunkt bei der Karosserie ist eine Lufthutze (von uns konstruiert und gefertigt), die an der vorderen Stoßstange befestigt wird. Die optimale Länge wurde durch  Fahrtests gefunden. Vorteil gegenüber einem einfachen offenen Sportluftfilter ist das Ansaugen kalter Außenluft anstelle von sehr warmer aus dem Motorraum. Auch hält sich der Geräuschpegel mehr in Grenzen.

Wir gehen davon aus, dass dieses System in Verbindung mit unserer Airbox, die gerade in der Entwicklung ist, noch effizienter wird …

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Haben wir Ihr Interesse geweckt ? Dann zögern Sie nicht uns zu kontaktieren …

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